Wir haben es ausprobiert und sind mit den Ergebnissen zufrieden.
Hier ein paar Insights auf Basis unseres öffentlichen Ladeparks in Mainz:

1. Zielgruppe

AC-Ladepunkte sind ideal für Standorte, an denen Fahrzeuge mehrere Stunden stehen (z. B. Firmenparkplätze, Hotels, Wohnanlagen). Wir haben uns für einen Co-Working Space im Herzen von Mainz entschieden. Unser Ladepark besteht aus 8 Ladepunkten, mit jeweils 22kW. Die Autorisierung und Zahlungsabwicklung erfolgt über ein zentrales Bezahlterminal.

2. Nutzung

Für den Betrieb eines AC-Ladeparks gibt es verschiedene Möglichkeiten. Nach dem neuesten Gesetz der „AFIR“ muss die Abwicklung von Ladevorgängen mit einem weit verbreiteten Zahlungsinstrument ermöglicht werden. Hierbei handelt es sich um Debit- bzw. Kreditkarten, die entweder über einen QR-Code (Ad-hoc-Laden) oder das Direct-Payment eingesetzt werden können. Wir bieten an unserem Ladepark ein barrierefreies Laden an:

Roaming: Erhöht die Sichtbarkeit des Ladeparks, durch die Anzeige in Apps. Darüber hinaus bietet Roaming den Nutzern oftmals den höchsten Komfort. Nachteilig für den Betreiber ist die quartalsweise Auszahlung.

Vertragsbasiert: Hierdurch können maßgeschneiderte Verträge für Viellader angeboten und vermarktet werden. Gerade die Blockiergebühr, die beim Roaming im AC-Bereich anfällt, kann umgangen werden. Bezahlt wird im monatlichen Turnus bequem auf Rechnung.

Direct-Payment: Die klassische Bezahlmethode. Bezahlt wird per Giro- oder Kreditkarte bzw. Apple- oder Google-Pay. Keine versteckten Gebühren und eine klare Darstellung der Kosten pro kWh, wie wir es von der Tankstelle kennen. Die Umsätze werden direkt auf das hinterlegte Konto des Betreibers gebucht.

3. Unsere wichtigsten Erkenntnisse:

Alle aufgezeigten Bezahlmöglichkeiten kommen regelmäßig zum Einsatz – Wer seinen potenziellen Kunden maximalen Komfort bieten möchte, sollte das Spektrum vollumfänglich abdecken.

Roaming ist das meisteingesetzte Zahlungsmittel an unserem Ladepark, allerdings häufig auch das kostspieligste für den Kunden. Hintergrund ist, dass die Kosten je kWh durch den jeweiligen Tarif vorgegeben werden, welcher auf der Ladekarte hinterlegt ist.

Der Individualvertrag ist das optimale Instrument für Personen, die den Ladepark häufig aufsuchen. Er bietet großen Komfort und attraktive Preise hinsichtlich der Ladevorgänge. Für den Betreiber sind regelmäßige Einnahmen garantiert.

Das Direct-Payment ist ebenfalls eine sehr angenehme Lösung für Kunde und Betreiber. Über eine Kredit- bzw. Debitkarte verfügen heute bereits die meisten Personen und auch ihr Einsatz ist für viele längst Routine. Der Betreiber erhält den Zahlungseingang direkt nach Abschluss des Ladevorgangs.

Fazit:

Ein AC-Ladepark lohnt sich, wenn…
…die Zielgruppe länger parkt (z. B. Arbeitnehmer, Hotelgäste, Anwohner)
…die Investition überschaubar bleiben soll
…keine Schnelllade-Notwendigkeit besteht